
Warum „sprengfeste“ Quarzrohre in Ihrem Badezimmer wirklich wichtig sind
Das Einbauen eines Infrarotheizers unter die Dusche ist ein gewisses Risiko – wenn man nicht die richtigen Geräte verwendet. Es handelt sich dabei um einen Heizelement mit hoher Leistung, das extrem heiß wird und sich mitten im Dampfbad befindet.
Das Problem ist folgendes: Herkömmliche Quarzrohre können dieser Belastung nicht standhalten. Stellen Sie sich vor, ein Rohr erreicht eine Temperatur von 600°C. Wenn nun ein Tropfen kalten Wassers darauf trifft, entsteht ein thermischer Schlag. Dadurch zerbricht das Rohr. Das ist der Grund, warum billige Heizer letztendlich zu Glasscherben auf dem Badezimmerboden werden.
Deshalb kommen „sprengfeste“ Quarzrohre ins Spiel.
Umgang mit der Hitze
„Sprengfest“ klingt zwar etwas dramatisch, aber es geht eigentlich darum, wie das Glas konstruiert ist. Wir verwenden verstärkte Schichten oder temperiertes Material, das solchen Belastungen standhalten kann. Das bedeutet nicht, dass das Glas magisch unzerstörbar ist. Doch es bedeutet, dass das Rohr bei Kontakt mit Wasser nicht einfach in tausend Scherben zerbricht. Stattdessen bleibt das Rohr intakt. Das gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit, wenn Sie aus der Dusche steigen.
Verhindern von Wasserintrusionen
Ein robustes Rohr ist zwar gut, aber das ist nur die halbe Miete. Man muss auch an die Verkabelung denken. Wasser findet immer einen Weg in die elektrischen Anschlüsse. Wenn Feuchtigkeit in die Stecker eindringt, kann das dazu führen, dass der Schalter auslöst – oder schlimmer noch, es kommt zu einem Kurzschluss. Um das zu verhindern, verwenden wir hochtemperaturbeständiges Silikon sowie Keramikdichtungen. Diese dienen als Abdichtung und sorgen dafür, dass die Elektrizität dort bleibt, wo sie hingehört – im Heizelement – und das Wasser dort bleibt, wo es hingehört – auf dem Boden.
Der faire Kompromiss
Ich sage es Ihnen offen: Dieses Glas ist dichter als das klare, dünne Glas, das man in Labors findet. Deshalb braucht es etwas länger, bis es vollständig erwärmt ist. Es handelt sich dabei nicht um eine sofortige Erwärmung. Aber ehrlich gesagt: Das ist ein Kompromiss, den ich jederzeit eingehen würde. Ich würde lieber zehn Sekunden länger warten, bis der Heizer warm ist, anstatt mir Sorgen darüber machen zu müssen, dass das Glas im Badezimmer zerbricht.
Noch ein Tipp: Stellen Sie sicher, dass das Gehäuse über gute Belüftungsöffnungen verfügt. Wenn sich Wärme um die Anschlüsse ansammelt, kann die Verkabelung bereits viel früher beschädigt werden. Lassen Sie das Gehäuse atmen – dann hält es länger.